Donnerstag, 18. Oktober 2018

Donnerstag


Ich arbeitete gestern Abend also bis 22:00 Uhr an dem Auftrag. Ich rauchte meine letzte Medizin, und fiel in einen traumlosen tiefen Schlaf. Als ich heut morgen um 6:00 Uhr erwachte, war ich in jedem Fall ausgeschlafen. Das war gut, denn auch heute war der Tag nicht wirklich kurz. Und trotzdem findet sich in all dem Alltag und fast schon Gehetze, obwohl ich es doch ziemlich langsam angehen lasse, die Lust im Hintergrund. Die Gedanken an ihn. Mein ganz persönlicher Zustand, den ich noch nicht begreife, aber annehme.

Morgen bekomme ich die Kontaktdaten der Klinik, und die Kontaktdaten für den Wanderurlaub. Ich hatte für einen Moment darüber nachgedacht, den Wanderurlaub nicht zu buchen, weil ich ja gar nicht weiß, was nächstes Jahr im September mit mir gesundheitlich los ist, aber dann dachte ich mir, ich scheiß drauf. Ein Ziel sollte jeder haben. Und obwohl die Woche sehr arbeitsintensiv war, und auch die nächste Woche nicht  besser wird, glaube ich daran, meine Grenzen einzuhalten und mich zumindest gedanklich auf etwas viel wertvolleres zu konzentrieren.

Das Küchenfenster ist geöffnet, es ist immer noch warm in meiner Wohnung, ganz ohne Heizung und die Stille ist wie Balsam auf meiner Seele.

Was will man mehr. Alles im grünen Bereich. Kann doch gar nichts schief gehen.

Für heute habe ich den Stick mit dem Auftrag in die Laptoptasche gesteckt. Ich kümmer mich morgen dann.

„Das Leben ist einfach zu kurz für Irgendwann.“