Freitag, 10. August 2018

Freitag


Fein, dass ich jetzt auch noch dafür zuständig bin, dem Toastbrot den Computer einzurichten. Ich rufe also meinen Ex-Nachbarn mit dem französischen Akzent an und wir machen eine nette kleine Telefonkonferenz, damit sie demnächst ein bisschen auf ihrem Computer herumdaddeln kann.

Und weil sie mir im Rücken stehend, gnadenlos auf den Sack geht, schicke ich sie mit einem netten Lächeln raus, sie solle mal entspannt Rauchen gehen. Ich mag das ja, wenn Menschen tun, was ich sage.

Ich bin etwas angefixt. Seit letzten Freitag Schmerzen. Dafür kann ja niemand was, aber ich kann auch nichts dafür, dass ich dann extrem schnell reizbar bin.

Was war sonst so:

Heute Geburtstag meiner Schwägerin. Wir sind quasi als Familie vereint, in genau der Konstellation, wie es im September gemeinsam in den Urlaub geht. Und das ist immer lustig.
Ich freue mich schon auf regelmäßiges Kampftraining, aus direkter Quelle einer Polizeischule. Und heute hatte ich so richtig Lust, den Herrn Oberkommissar zu provozieren. Und er fiel drauf rein. Trotzdem verlasse ich den Geburtstag gegen kurz vor Neun, weil meine Knochen nicht mehr können. Die Familie weiß das ja nicht.
„Schwester, was ist los, du kommst als Letzte und gehst immer als Erste.“
„Muss morgen arbeiten.“
„Komm bleib doch noch.“
„Ne, ich bin müde.“
„Du machst mich echt fertig, blöde Kuh.“
„Ich liebe dich auch du Arschloch.“

Und die Kleene liebt mich. Mit anderthalb Jahren, kann sie Würfelzuckerchen zu mir sagen und wir haben heute heimlich eine Popkorntüte geöffnet und sie fast aufgegessen. Und ich darf ihr mit einem Kuss auf die Stirn „tschüss“ sagen.



Zwiespalt zwischen mir und meinem Körper.

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