Donnerstag, 10. August 2017

Jetzt



Bilanz der letzten 28 Stunden:

Gestern Abend kam Anna nach der Arbeit noch vorbei. Ich nahm mir vor das Essen vorzubereiten. Geplant war:
Ein Ofenkäse
Ciabatta mit Oliven
Zwei verschiedene Dips
Ein Gurkensalat mit Avocado und Zwiebeln

Alles lief nach Plan, bis ich den Käse nach zehn Minuten aus dem Ofen holte, ihn mit einem scharfen Messer anschneiden musste. Das gelang mir noch. Ofen wieder geöffnet, Käseschachtel in die Hand, und dann machte es platsch und der Käse fiel mir ungefragt, natürlich mit der typischen Marmeladenbrotseite auf den Boden, zerlief graziös und paarte sich mit den Hundehaaren auf meinen sich fies lachenden Fliesen. Just in dem Moment klingelte Anna.

Statt Käse gab es dann Gemüsebällchen aus der Pfanne. Wir wurden jedenfalls satt.

Heute Morgen brühte ich mir einen frischen Kaffee. Ich musste mich nur mit einer minimalistischen Bewegung nach links drehen, und mich auf einen Stuhl setzen. Der Kaffee schwappte über und tropfte auf die Fliesen.

Heute Abend waren es drei Gläser Wasser. So langsam beunruhigt es mich. Nachdem ich meine acht Monate alte Nichte heute Nachmittag auf dem Arm hatte und mit ihr spielte, konnte ich mir später nicht einmal eine Zigarette drehen.

„Einen Kaffee bitte.“
„To go?“
„Nein to stolper und kipp on the t-shirt please! Und with extra Schaum.”

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