Montag, 10. Juli 2017

Montag



Alles geht anscheinend seinen Weg. Gefühlte dreißig schickt mir nach zwei Monaten eine WhatsApp: „ Hi wie geht’s dir? Wollte dir Bescheid sagen, dass ich ab 01.08. in Essen wohne. Dachte, vielleicht könnten wir uns noch mal sehen, muss mich doch persönlich von dir verabschieden.“  

Ich freue mich, dass er endlich eine Frau hat, mit der er eine Zukunft aufbauen kann. Und die letzten zehn Jahr werden zu einer schönen Erinnerung. Wir hatten Spaß. Schöner Body, geile Tattoos, nette Gespräche, manchmal einfach einen Fernsehabend, ein Glas Wein, gemeinsames Kochen und in all den Jahren eine einzige ganze Nacht und immer einen gemeinsamen Geburtstag. So wird man sich nicht vergessen. Das ist ok.

Als ich die Nachricht lese, wird mir erstmal bewusst, was da passiert. Und ich glaube, wenn ich nicht gerade in einer Umstrukturierung des Lebens wäre, würde ich Rotz und Wasser heulen, weil etwas geht. Weil man verlassen wird, auf ganz bestimmte Weise. Aber in meinem Fall ist es glücklicherweise nicht so. Mal abgesehen davon, dass ich mir  in all den Jahren einen gesunden sozialen Kreis aufgebaut habe. Was jedoch durch Monsieur Francais gerade völlig außer Gefecht gesetzt wird. Mir wird mehr und mehr bewusst, dass ich das gar nicht mehr brauche. Auch irgendwie geil.


Trotzdem steht ein letztes Treffen mit gefühlten Dreißig, denn ich muss das abschließen.

„Frauen lieben die einfachen Dinge des Lebens, zum Beispiel – Männer“

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