Donnerstag, 8. Juni 2017

Donnerstag



Ich befinde mich in einem absoluten Ausnahmezustand. Ich kann nichts dagegen tun. Ich bemerke seit vier Wochen, dass ich besser französisch sprechen kann als italienisch. Das ist verdammt grenzwertig und stellt gerade alles in Frage. Da helfen mir meine Zahlen auch nicht weiter. Meine Farben auch nicht. Die Buchstaben purzeln einfach ungefragt in den Hörer und Monsieur France ist herrlich amüsiert.

Anna lacht. „Endlich, Zucker, das wurde auch Zeit.“
„Ja aber….“
„Gibt kein aber.“
„Stimmt, mein aber habe ich verloren.“
„Ich lass mir was einfallen, Alibi und so.“
„Wieso?“
„Ihr könnt unmöglich bis November warten.“
„Doch. Wir können.“
„Nein.“
„Ok, dann nicht.“

Habe heute in einer halben Stunde 10€ Trinkgeld gemacht, weil meine tolle Familie mich in der Pause allein gelassen hat. Schnell verdientes Geld.
16:00 Marga vergessen. Kam erst um 16:45 aus dem Goldschuppen.
Danach zu Anna.
Um 18:30 zu Marga. Entschuldigung.
Marga serviert mir Kaffee und Kuchen mit Erdbeeren. Verzeiht mir. Gut so.
Um 19:30 endlich duschen. Das Telefon klingelt. Mutter.
Ich lasse die weiße Lady in den Garten. Sie entscheidet sich für den alten Hasen im Nachbargarten.
Ich beende das Telefonat, schmeiße die Lady behutsam über den Zaun.

Es ist 20:00. Ich gehe duschen.
Es klingelt. Ich mach die Tür nicht auf. Bin nackt.
Der Gatte wartet 5 Minuten. Dann schließt er die Tür auf.

Wir reden kurz. Ich kämme mir die Haare.
Tschüss. Bis morgen zum Kaffee.

Um 21:00 ein bisschen runterfahren und träumen mit Frankreich.

„Dein französisch ist so gut, dass ich scharf werde.“
„Ok.“

Ich bin müde. Jetzt nur noch schlafen.

Der Sonnenuntergang heute flüsterte mir: „Bleib auf dem Weg. Der ist gut.“

OK.

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