Sonntag, 2. April 2017

Sonntag



Sobald ich mit meinem Gatten wieder emotional etwas enger zusammenrücke, sei es durch die Arbeit oder durch die Kinder, werden meine Ängste aus der Vergangenheit wieder wach gerüttelt. Ganz plötzlich. Dann erwacht wieder der Verfolgungswahn aus seinem Verdrängungsschlaf und ich könnte Amok laufen. Meine freien Tage habe ich immer noch nicht in den Griff bekommen.

Heute ließ mich der Gatte mit einem jungen Landsmann seinerseits Auto fahren üben. Klar hat er einen Führerschein, aber Praxis gleich null. Während wir erst einmal auf einem großen Parkplatz übten, und das ging ziemlich gut, ließ ich ihn im Straßenverkehr fahren, bis ich mit Schrecken feststellen musste, dass der junge Mann die Straßenverkehrsregeln nicht kennt, geschweige denn die Schilder einordnen kann. Nach einer schweißtreibenden Stunde, fuhren wir wieder zurück. Der Gatte meint wohl, dass ich Lebensmüde bin, denn er meinte, wir sollten jetzt jeden Tag fahren. Nein, ICH soll jetzt jeden Tag mit ihm üben.

Ansonsten kleckern die Minuten so vor sich hin, die Tage vergehen rasend schnell und ich kämpfe mit mir und mit mir und mit mir. Also gegen Windmühlen.

Dass ich meine Arbeitszeiten etwas verändert habe, hat vermutlich dazu beigetragen, dass es mir physisch besser geht. Das sagen zumindest die Blutwerte. Yes.
Da hat mein Gehirnwartungsexperte ganze Arbeit geleistet.

Spruch: „Die Einsamkeit wäre ein idealer Zustand, wenn man sich die Menschen aussuchen könnte, die man meidet.“
Farbe: gelb
Zahl: 9
Musik:  Der letzte Blick Xavier Naidoo

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen