Donnerstag, 26. Januar 2017

Donnerstag



Der Monat Januar würde gefühlt ein ganzes Buch füllen. Die Menge der Buchstaben steht im Verhältnis zu meinem Lohn jedoch leider im Unverhältnis. Die letzten zwei Samstage verbrachte ich mit jeweils männlicher kranker Begleitung in der Notaufnahme eines Krankenhauses, da ich zum Teil verwandt, zum Teil befreundet der deutschen Sprache mächtig bin. Heißt: Reden mit dem Arzt, Aufnahme auf Station, Kümmern um den nun mittlerweile dritten Hund. Es gibt ja bekanntlich meine weiße Lady, die schwarze Lady, die im Büro geparkt wird, wenn ich dort arbeite, und nun den grauen Herrn, dessen Halter immer noch im KH liegt.

Heute traf ich meinen Nachbarn mit französischem Akzent. „Müde siehst du aus. Kaffee?“
„Ja gern.“ Wir trinken gemeinsam einen Kaffee und er schiebt mir einen Block rüber. „Ich gehe gleich noch einkaufen. Soll ich dir was mitbringen?“

Ich schreibe eine Einkaufsliste und er schenkt mir zwei Obstweine zum probieren. „Was hälst du von meinem Experiment?“  Ich muss schmunzeln. „Der Dreitagebart steht dir außerordentlich gut. Respekt.“ Er lächelt verlegen und lädt mich für Samstag zum Spielabend mit meinem persönlichen „MachdichmallockerDealer“ und seiner Freundin ein.

Ich sollte das Kraut in einer ruhigen Minute mal probieren. Vielleicht Samstag, beim Siedlerspiel.

Es gab also keinen freien Tag, nicht mal Sonntag.

Der Gatte hatte immerhin heute Zeit zum Friseur zu fahren. Ich schaffe das schon seit einem Jahr nicht mehr. Ich mache da etwas falsch. Werde das im Februar genauestens untersuchen und ändern.

Ansonsten alles mäßig.


Kommentare:

  1. Ich sage ja immer gerne... das Leben ist die Hölle. Willkommen im Club.

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  2. und ich garantiere ihnen, mit meinem club möchten sich nicht tauschen...da bekommt das wort hölle einen ganz anderen geschmack.

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