Sonntag, 24. August 2014

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Wenn du zu ertrinken drohst, dann halte dich an etwas fest. Egal an was.
Ich hatte es hingenommen. Einfach so. Ich konzentrierte mich auf die Arbeit, auf die Familie, darauf, dass ich langsam aber sicher so richtig grau wurde und meine Augen immer mehr zu hängenden Schlupfliedern mutierten. Ich befahl mich selbst fort vom Markt der Schönen und Frivolen und war fest der Meinung, dass ich genug davon hatte. Alles war im Leerlauf und nichts von dem was einmal wichtig war, hatte Bestand. Man lebt verdammt gut damit. Man spart sich das Schminken, hohe Schuhe und kurze Röcke. Man spart sich einfach das Sexy sein und ruht in sich selbst. Dachte ich. Bis zu meiner letzten Fortbildung.
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Es war das Blau deiner Augen, obwohl ich mich in meinem Leben doch auf Grün geeinigt hatte.
Es war das Lachen in deinen Augen, als ich belanglos irgendwas erzählte und dir zufällig dabei ins Gesicht sah.
Es war die Art und Weise, wie du mich in das Seminargebäude hinein führtest, nach einer gemeinsamen Zigarettenlänge.
Es waren die Gespräche, die plötzlich eine so vertraute Wendung nahmen, so als ob wir uns schon länger gekannt hätten.
Es war das Kribbeln in meinem Bauch, dass ich zwar vermisst hatte, aber längst begraben hatte.
Es war ein schöner Mai. In diesem Jahr. Ich ernähre mich davon, jeden Tag aufs Neue.
Es waren zwei Tage, die ich nicht vergessen kann.

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Danke. Leben.

Kommentare:

  1. Ja, diese Momente zeigen, dass das Leben verdammt schön sein kann. Dafür brauchts aber keine Schminke und Heels, dafür braucht es die offene Begegnung mit der richtigen Person. Einer Person die innerhalb von wenigen Sekunden positive Spuren im Herzen hinterlassen kann ...seufz...

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