Sonntag, 31. August 2014

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Dieses Knochenmarksdingsbums habe ich gut überstanden, ich hatte mich wie ein Gaul beim Zähne schleifen sedieren lassen und dieser Entschluss war genau richtig. Jetzt warte ich zwei Wochen auf das Ergebnis und solange denke ich nicht weiter an das, was mich aus meiner Bahn geworfen hat.

Wir waren heute bei der alten Dame zum Essen geladen. Lecker. Und was mich wirkliche gefreut hat, war, dass die drei fast Erwachsenen mit gekommen sind.
Morgen geht’s wieder zur Arbeit und wenn das so weiter geht, habe ich in gefühlten drei Stunden wieder Wochenende. So schnell geht Zeit um, wenn man viel zu tun hat.

Und Morgen dann September.

Auch gut.

Sonntag, 24. August 2014

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Wenn du zu ertrinken drohst, dann halte dich an etwas fest. Egal an was.
Ich hatte es hingenommen. Einfach so. Ich konzentrierte mich auf die Arbeit, auf die Familie, darauf, dass ich langsam aber sicher so richtig grau wurde und meine Augen immer mehr zu hängenden Schlupfliedern mutierten. Ich befahl mich selbst fort vom Markt der Schönen und Frivolen und war fest der Meinung, dass ich genug davon hatte. Alles war im Leerlauf und nichts von dem was einmal wichtig war, hatte Bestand. Man lebt verdammt gut damit. Man spart sich das Schminken, hohe Schuhe und kurze Röcke. Man spart sich einfach das Sexy sein und ruht in sich selbst. Dachte ich. Bis zu meiner letzten Fortbildung.
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Es war das Blau deiner Augen, obwohl ich mich in meinem Leben doch auf Grün geeinigt hatte.
Es war das Lachen in deinen Augen, als ich belanglos irgendwas erzählte und dir zufällig dabei ins Gesicht sah.
Es war die Art und Weise, wie du mich in das Seminargebäude hinein führtest, nach einer gemeinsamen Zigarettenlänge.
Es waren die Gespräche, die plötzlich eine so vertraute Wendung nahmen, so als ob wir uns schon länger gekannt hätten.
Es war das Kribbeln in meinem Bauch, dass ich zwar vermisst hatte, aber längst begraben hatte.
Es war ein schöner Mai. In diesem Jahr. Ich ernähre mich davon, jeden Tag aufs Neue.
Es waren zwei Tage, die ich nicht vergessen kann.

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Danke. Leben.

Montag, 18. August 2014

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Es hat sich doch einiges getan seit diesem letzten Eintrag im Februar. Heute habe ich den twoday blog geschlossen. Neuanfang. Die Vergangenheit sollte ruhen, ich habe mich verändert. 

Die Hoffnung, dass sich dieses Jahr doch noch zum Guten wenden wird, gebe ich nicht auf. Mitte März, zum 18. Geburtstag meines Mittleren musste ich mein geliebtes Flusenheimtier dann doch einschläfern lassen. Sie hatte keine Chance mehr und seit diesem Tag scheint es, als wenn das Glück mit dieser einzigartigen Glückskatze gegangen ist.

Im April ging ich dann endlich mal zum Arzt meines Vertrauens. Diese ewig bleierne Müdigkeit konnte ich nun nicht länger ignorieren. Eine Diagnose habe ich noch nicht, allerdings haben sie extreme Abweichungen meiner Blutwerte festgestellt. Nun tanze ich von einem zum anderen Arzt und rutschte bei dem Hämatologen sofort in ein Therapiekonzept, was mich allerdings nicht gesünder wirken lässt. Als nächstes werden sie mein Rückenmark anzapfen. Dafür hatte ich Flugverbot und verbrachte meinen heiß geliebten Urlaub daheim. Morgen geht’s wieder zur Arbeit und so weiter und so fort.

Irgendwie hört sich das alles nicht rund an. Ich muss mich daran gewöhnen, über Ecken zu springen und das Hamsterrad kommt auf den Sperrmüll.