Sonntag, 2. Februar 2014

...


„Sind sie zufrieden?“
„Ja, ich denke schon.“
„Was macht denn ihre Zufriedenheit aus?“
„Ich habe einen Kirschbaum vor meiner Veranda. Wenn er im Frühling blüht, dann wärmen die Farben mein Gemüt.“

Um 6:00 Uhr in der Früh ist die Nacht zu Ende. Manchmal herrscht eine ruhige Atmosphäre, manchmal fliegen die Fetzen. Nämlich dann, wenn die Große der Kleinen in letzter zeitiger Minute die Schuhe klaut oder die Kleine der Großen eine Jeans aus dem Schrank zieht, und sämtliche andere Kleidungsstücke fliegen auf den Boden. Ich gebe zu, ich bin jedes mal erfreut, wenn die beiden Großen mit dem Auto auf dem Schulweg sind und Püppi zeitig an der Bushaltestelle steht. Dass sie ihre Hausaufgaben im Bus erledigt, ist ok.
Missi das Flusentier hat sich eingewöhnt. Wir wechseln uns ab, ihren hin und wieder misslungenen Toilettengang zu entsorgen und ich habe ein Raumspray besorgt.

Ich bin nun im fünften Jahr meiner Arbeit. Und ich vermag nicht aufzurechnen, was in den fünf Jahren an Kohle allein für meine Kinder draufgegangen ist. Und heute wurde mir wieder bewusst, dass ich das Geld nicht benötige. Wofür? Ich habe längst alles was ich brauche, und Gesundheit kann man sich nicht kaufen.

„Kann ich dein Auto haben? Ich muss wieder in den Süden.“
„Ja.“
„Danke.“
„Keine Ursache.“

„Was würde sie noch zufriedener machen?“
„Ich will eine Schokolade die mich dünner macht.“

„Das will ich auch.“

   

Kommentare:

  1. So ähnlich ging´s morgens bei uns auch immer zu. Meist fehlte irgendein Schulheft, oder die letzten sauberen Socken waren verbraucht. Da lagen die Nerven schon morgens blank. Aber das ging auch vorüber, nun stolpere ich morgens über meine Katzen. Meine (großen) Kinder fehlen mir, aber das morgendliche Chaos von damals nicht. Lieben Gruß - ST.

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  2. über unsere katzen stolpere ich zusätzlich;-)
    manchmal ist das chaos ja ganz nützlich, dann werde ich wenigstens wach, doch meistens kann ich gern drauf verzichten..

    drück dich.
    lady

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