Sonntag, 29. Dezember 2013

Jahresrückblick


Ein emotionales Jahr neigt sich dem Ende. Vieles ist passiert, vieles, was ich nicht aufgeschrieben habe, weil mir die Zeit fehlte. Nun steht morgen noch ein letzter Arbeitstag an, danach habe ich eine Woche Urlaub. Dennoch kann ich mich nicht beschweren. Ich schreite mit erhobenen Hauptes ins fünfte arbeitsreiche Jahr und die tausend Schubse ins kalte Wasser seitens meines Chefs und besten Freundes haben mich nur mehr reifen lassen, und das mit Mitte Vierzig. Respekt.
Ängste, die mich noch vor vier Jahren in eine Art sozialer Abgeschiedenheit einsperrten, sind verflogen. So ist es mir nun möglich mein Wissen in Schulungen vor einigen hartgesottenen Kerlen weiter zu geben und ihnen hin und wieder ein Lächeln dabei ins Gesicht zu zaubern. Die Korrespondenz mit internationalen Geschäftspartnern hat sich ebenfalls als sehr angenehm erwiesen und mir bei weitem viel Selbstsicherheit gegeben.

Geklappt hat das allerdings nur durch das Vertrauen und den Humor, den mein bester Freund ebenfalls durch mich in den letzten Jahren unserer Zusammenarbeit erlernt hat. Und so beschlossen wir dieses Jahr, letzten Freitag, allein im Büro durch einen „Schlafanzugarbeitstag“. Ok ihr glaubt das nicht, aber war so.
Ich packte des Morgens meine arabische weit geschnittene Hose und ein T-shirt ein und wir zogen uns um. Im Sommer wäre es nicht möglich gewesen, ihr könnt euch denken warum.

Unser Zuwachs hat sich eingelebt und ich kann es gar nicht oft genug betonen, Heimkinder und Heimkatzen sind dankbar. Seit gestern lass ich sie raus und sie freut sich wie ein Schneekönig. Püppi hat in einer Nacht und Nebel Aktion, als ich auf einer Weihnachtsfeier weilte, unsere Schlafräume getauscht und ich muss zu meinem ersten Entsetzen zugeben, dass diese Idee nicht so schlecht war. Schränke und Betten sind heil geblieben und ihr Satz „hey Mama, vertrau mir und meiner besten Freundin“ ist seit dieser Nacht Fakt.

Der Gatte hat sich emotional sehr weit von mir entfernt, was mich jedoch nicht traurig macht, solange er seine Intrigen nicht einsetzt. Weihnachten „schenkte“ er mir einen angerissenen Umschlag mit fünfzig Euro Inhalt, was mich lächelnd dazu veranlasste, ihm seine abfällige Geste auf seinen Schreibtisch zu legen und zum gemütlichen Teil des Essens überzugehen.

Meine schönsten Geschenke: Selbstgemachte Seife, einen Schlüsselanhänger aus Porzellan und eine Sitzheizung für mein Auto, die über den Zigarettenanzünder aktiviert wird.
Aber was mich dieses Jahr am glücklichsten gemacht hat, ist die Tatsache, dass der Häuptling der Familie nach dieser schrecklichen Krankenhausodyssee schlussendlich überlebt hat, auch wenn er nun weiß, was es heißt für einen Moment klinisch tot zu sein.

Nun folgt ein gerades Jahr und gerade Jahre sind für mich ja immer richtig rund.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und gehabt euch wohl und immer schön geschmeidig bleiben.  

    

Kommentare:

  1. Umärmel, schön Dich so zu lesen in Summe war es ein positiver Abschluss und es wird besser ;)

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    1. jepp, das will ich hoffen. vielleicht etwas ruhiger und weniger anstrengender wäre nicht schlecht..;-)) kiss

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  2. Hallo, wo bist du - vermisse dich schon, hoffe es geht dir gut?
    LG

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  3. hallo und guten morgen frischgebackene omi;-))
    ich bin noch da, allerdings habe ich im Moment wenig zeit..
    lg kandis

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  4. Danke ;.))
    Freut mich dich zu lesen, ja das verstehe ich natürlich, dass nicht jeder soviel Zeit hat.
    LG und hoffentlich ein entspanntes We.

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