Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mittwoch



Mein Hirnwartungsexperte brachte mich vor einiger Zeit auf eine gute Idee.
„Zucker, wie wäre es, wenn du dir eine Kur verschreiben lässt.“
„Ja worauf denn?“
„Na auf deine Krankheit ohne Namen. Das geht jetzt schon seit fast vier Jahren so.“

Da mein wunderschön entzündeter Mundwinkel immer noch nicht abgeheilt ist, ich sehe nächste Woche sämtliche Felle wegschwimmen fuhr ich heute Morgen statt zur Arbeit, mal schnell, zu meinem Arzt des Vertrauens.

Ich bekam ein Medikament verschrieben, der Arzt kassierte, fast schon gegen meinen Willen, meine abgelaufenen Antibiotikaohrentropfen ein, im Gegenzug bekam ich dafür ein neues Rezept, und ich startete mein eigentliches Anliegen. Die Kur.

„Nein, das geht nicht. Deine Krankheit ohne Namen reicht nicht aus.“
„Womit kann man die kombinieren?“
„Auf jeden Fall mit psychischer Belastung.“
„Gut.“

ABER:
„Dann musst du vermutlich vorher in psychologische Behandlung. Es muss alles dokumentiert werden.“

„Ok, lassen wir das.“

Ich stehe auf, verlasse die Praxis, steige ins Auto, fahre ins Büro, arbeite intensiv, bis mich die Erschöpfung eingeholt hat und ich im Schreibtischstuhl eine Stunde tief und fest einschlafe.

Wussten sie schon, dass es einen § in Maryland gibt, der besagt, dass es dort als ungesetzlich gilt, Austern zu misshandeln oder einen Löwen mit ins Kino zu nehmen.